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2012-11-11

Ausstellung zum Dörfle

Das Dörfle - Karlsruhes "Altstadt"
Ausstellung zur Ortsgeschichte
Noch bis 24. Februar 2013
Ort: Stadtmuseum im PrinzMaxPalais (Karlstraße 10)

Mit der Gründung der Residenz­­stadt Karlsruhe im Jahre 1715 entwi­­ckelte sich die Taglöh­ner­sie­d­­lung "Klein-Karlsruhe" an deren Südostrand. Sie wurde im Volksmund auch das "Dörfle" genannt. 1812 wurde das Dörfle in die Stadt einge­­mein­­det, nachdem es 1795 Gemein­­de­­sta­tus erhalten hatte. Aufgrund der Zerstö­rung der Innenstadt im Zweiten Weltkrieg wurde das Dörfle, das weitgehend verschont blieb, übervöl­kert. Die ohnehin schon marode Bausub­­­stanz der Taglöh­ner­häus­chen und der während der Indus­tria­­li­­sie­rung entstan­­de­­nen Miets­­ka­­ser­­nen wurde noch mehr in Mitlei­­den­­schaft gezogen.

1962 wurde die Altstadt­sa­­nie­rung zunächst mit großflä­chi­gen Abriss­maß­nah­men begonnen und nach einem städte­bau­­li­chen Wettbewerb seit 1975 planmäßig umgesetzt. Für das große Sanie­rungs­­­ge­­biet im Westen des Dörfle wurde eine Block­ran­d­­be­­bau­ung im sozialen Wohnungs­­­bau durch­ge­führt. Das wesentlich kleinere Sanie­rungs­­­ge­­biet im Osten des Stadt­­vier­tels hat seinen alten Charakter mit der ursprüng­li­chen aber objek­t­s­a­­nier­ten Bebauung und der Nutzung durch Klein­­ge­werbe und Gastro­no­­mie bewahrt.

Das Stadt­­mu­­seum präsen­tiert die bauliche und soziale Entwick­­lung des Stadt­­vier­tels seit seiner Entste­hung bis zur Gegenwart anhand histo­ri­­scher Fotogra­­fien, Urkunden, Planzeich­­nun­­gen und mit Gemälden und Objekten. Die Autoren der Publi­­ka­tion "Das Dörfle. Streif­zü­ge durch die Ortsge­­schich­te", die in der Ausstel­­lung erhältlich sein wird, beteiligen sich mit Vorträgen und Führungen am Begleit­pro­­gramm der Ausstel­­lung.

Der Eintritt in die Ausstellung beträgt 2 €, ermäßigt 1 €.
Öffnungszeiten:
Dienstag, Freitag und Sonntag 10 - 18 Uhr,
Donnerstag 10 - 19 Uhr,
Samstag 14 - 18 Uhr

Stadt­mu­seum Karlsruhe

2012-02-01

art KARLSRUHE

Logo der art KARLSRUHE
Die art Karlsruhe wird als zweit-wichtigste Kunstmesse in Deutschland angesehen.

Austeller
2012: 222
2013: 220 [1]
2014: 220 []
Internationalität
(Länder)
2012: 12
2013: 13 [1]
2014: 13 []
Exponate
(Bilder, Skulpturen, Zeichnungen, Druckgrafiken, Objekte und Fotografien)
30.000
Besucher
(Sammler, Galeristen, Kuratoren, Medien und sonstige Interessenten)
2011 45.000
2012 48.000 [1]
2013 50.000 [1]
2014 50.000 []

> www.art-karlsruhe.de


Noten
[1] Meldung der Stadtzeitung (2013/03/20)


Archiv

2011-06-06

Robert Curjel & Karl Moser

Austellung in der Städtischen Galerie vom 9. April bis 3. Juli 2011:

Ein Karlsruher Architekturbüro auf dem Weg in die Moderne.

Zur "Kunstblüte" Karlsruhes in der Zeit um 1900 trug ein Archi­tek­tur­­büro in besonderer Weise bei: Die gebür­ti­gen Schweizer Robert Curjel und Karl Moser reali­­sier­ten Gebäude, die auf kreative Weise das Lebens­­ge­­fühl einer Epoche zwischen Gründer­­zeit, Lebens­re­­form und einer neuen Sachlich­keit ausdrück­ten. Mit öffent­­li­chen Monumen­tal­­bau­ten, Geschäfts- und Wohnhäu­­sern prägten sie von Karlsruhe aus Stadt­­­bil­­der zwischen Zürich und Kiel.
Robert Curjel & Karl Moser: Ehemaliges Hotel Erbprinz Karlsruhe, Ecke Kaiser- und Ritterstraße, erbaut 1900, abgerissen 1912. Foto: Wilhelm Kratt
Robert Curjel & Karl Moser: Ehemaliges Hotel Erbprinz Karlsruhe, Ecke Kaiser- und Ritterstraße, erbaut 1900, abgerissen 1912. Foto: Wilhelm Kratt


Robert Curjel & Karl Moser: Erster Entwurf für eine Ausstellungshalle am Karlsruher Festplatz 1905, nicht realisiert. Stadtarchiv Karlsruhe.
Robert Curjel & Karl Moser: Erster Entwurf für eine Ausstellungshalle am Karlsruher Festplatz 1905, nicht realisiert. Stadtarchiv Karlsruhe.

Im Fokus ihrer Tätigkeit stand jedoch die badische Hauptstadt, wo sie mit Christus- und Luther­kir­che, zahlrei­chen weiteren Großbauten und Villen bis heute quali­tät­volle Dokumente für die Bedeutung des damaligen Kultur­­zen­trums Karlsruhes hinter­­lie­­ßen. In der Ausstel­­lung, die gemeinsam mit der ETH Zürich und dem saai Karlsruhe erarbeitet wurde, sind mehr als 300 originale Exponate zu sehen, darunter zahlreiche Werke aus der Zusam­­men­ar­­beit mit bekannten Künstlern ihrer Zeit.

2011-03-13

Architekturphotographie im Museum für Neue Kunst

Frédéric Chaubin:
CCCP 
Cosmic Communist Constructions Photographed




ZKM | Museum für Neue Kunst
Nur noch bis Fr, 27.03.2011!

Information in English
 Interview mit Frédéric Chaubin

Die Ausstellung Frédéric Chaubin. CCCP – Cosmic Communist Constructions Photographed versammelt neunzig Fotografien des in Frankreich lebenden Publizisten Frédéric Chaubin, der seit 2003 während mehrerer Reisen nach Osteuropa und Asien ungewöhnliche Architekturen der späten Sowjet-Ära aufgespürt und aufgenommen hat. Die Gebäude aus größtenteils peripheren Regionen der ehemaligen UdSSR zeichnen sich durch ein utopisches Formenvokabular jenseits der genormten, staatlichen Sowjetarchitektur aus.
Chaubin sieht in dieser plötzlichen Zunahme formaler Vielfalt seit den späten 1970er-Jahren einen Ausdruck des Niedergangs der totalitären, sowjetischen Gleichartigkeit. Die reiche Formensprache der Architekturen entstand abseits herrschender Zwänge, welche die sowjetische Geschichte geprägt hatten – von den Avantgarden der 1920er-Jahre über den 1940er Neo-Klassizismus bis zum schlichten Modernismus der 1960er-Jahre. Die nach Chaubins subjektiven Kriterien geordneten Bildthemen sind Zeugnisse einer einzigartigen, spätsowjetischen Baukunst. In der Annahme, dass eine bestimmte Ästhetik ideologische Grundüberzeugungen spiegelt, zeugt die Formensprache von der Absicht, die Welt mittels Architektur zu verändern.
Frédéric Chaubin überhöht bewusst die dramatische Dimension der Bauwerke als Hommage an die Fantasie nonkonformistischer Architekten, die in ihren Gebäuden futuristische Science-Fiction und Monumentalismus vereinen. Die Fotografien betonen den Reichtum der Einflüsse, die in den 1970er- und 1980er-Jahren kultiviert wurden, von lokalen Traditionen bis zur Rivalität mit den USA. Der französische Fotograf offenbart mit den Aufnahmen dieser einzigartigen Bauwerke, die jenseits der Norm an der Schnittstelle zweier Welten konzipiert wurden, unerwartete Vorboten des Endes der UdSSR. Zugleich bilden Chaubins Fotografien die post-sowjetische Welt nicht mehr unter dem in der zeitgenössischen Fotografie der letzten zwanzig Jahre vorherrschenden Blickwinkel des Verfalls ab. Vielmehr stellen sie ausgewählte Gebäude losgelöst von ihrem historischem Hintergrund zusammen: ein Prozess, der die fiktionale Dimension von Geschichte unterstreicht.

Kuratiert von Sacha Goldman
Kuratorische Assistenz: Martin Hartung


Artikel bei S.P.O.N
Ausgewählte Bilder mit Infos.



Katalog
Parallel zur Ausstellung erscheint im TASCHEN Verlag eine umfangreiche Publikation zu Chaubins Fotografien: Frédéric Chaubin, Cosmic Communist Constructions Photographed, Hardcover, 26 x 34 cm (10.2 x 13.4 in.), 312 Seiten, EUR 39.99, ISBN 978-3-8365-2519-0 (01/2011 Deutsch, Französisch, Englisch)